Die Aufnahme aus dem Jahre 2005 zeigt eine Behausung, in der bis zu einem Brand Obdachlose gelebt hatten. | Foto: Alejandro Sepúlveda

Auf Mallorca leben mindestens 30 Menschen als Obdachlose in Höhlen und ähnlichen Unterständen, hat das Sozialamt der Insel (Institut Mallorquí d'Afers, IMAS) bekanntgegeben. Hinzu kommen 15 Menschen, die in selbstgezimmerten Hütten hausen, drei Menschen leben in Zelten oder Wohnwagen.

Diese Angaben gehen aus dem Jahresbericht der Behörde hervor, die auch die Sozialhilfe auszahlt. Die monatlichen Auszahlungen liegen im Schnitt bei 500 Euro. Die Mittel stammen von der Zentralregierung in Madrid und werden über das Amt auf Mallorca verteilt. 2013 zahlte Imas insgesamt 5,9 Millionen Euro aus.

Die Daten verdeutlichen das Ausmaß der Wirtschaftskrise auf der Insel. Von den Zahlungen der Sozialhilfe müssen 4918 Menschen leben, das sind 1955 mehr als im Jahre 2012.

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Betroffen sind vor allem Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren, unter ihnen auch Alleinerziehende oder Paare mit Kindern. Der Mindestsatz der Sozialhilfe (Renta Mínima de Inserción; Mindestzahlung zur Wiedereingliederung) reicht nicht, um eine Miete bezahlen zu können.