Unmut auf Mallorca wegen Königin Letizias Tasche

| Petra, Mallorca |
Die Tasche des Anstoßes trug Letizia (rotes Kleid) bei ihrem Besuch in Petra.

Die Tasche des Anstoßes trug Letizia (rotes Kleid) bei ihrem Besuch in Petra.

Foto: UH

Was Königin Letizia zu öffentlichen Auftritten trägt, wird immer zum Thema in der spanischen Presse – da bildet auch ihr jüngster Besuch auf Mallorca keine Ausnahme. Bei ihrem Abstecher im Inseldorf Petra war die Königin mit einer roten Handtasche zu sehen, das Muster erinnerte an die mallorquinischen Flammenstoffe.

Der Vereinigung der Modeschaffenden auf Mallorca stieß das Accessoire allerdings sauer auf. Die Tasche stammt von der Firma FQ, welche die Einnahmen für die Mukoviszidoseforschung einsetzt. Doch es handelt es eben nicht um echten Flammenstoff (roba de llengües) von der Insel.

"Die Tasche wurde als Hommage an das Kunsthandwerk der Insel an ganz Spanien verkauft", sagt die Vorsitzende der mallorquinischen Modeschöpfer, Joana Borràs, dabei sei es ein einfacher Leinwanddruck. Es gibt nur noch drei Unternehmen, welche den Flammenstoff herstellen und alle kämpfen ums Überleben, fügt sie an.

Der inseltypische Stoff kam wahrscheinlich im 18. Jahrhundert über die Seidenstraße nach Mallorca. Namensgebend waren die unregelmäßigen Flammenmuster, die ihren Ursprung vermutlich in Indonesien oder Indien haben und dort unter der Bezeichnung „Ikat” bekannt sind. Früher wurden die Stoffe aus Seide gefertigt, heute werden sie aus Leinen und Baumwolle gewebt. Sie finden für verschiedene Dekorationsartikel Verwendung und sind als immaterielles Kulturgut geschützt. (cls)

Kommentar

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Joachim Hirsch / Vor etwa 1 Jahr

Ich bin entsetzt! Warum? Weil wir nicht mehr erfahren!!!!! Nichts über die Schuhe, nichts über das Kleid; und wir wissen nicht einmal, welche Speisen ihre Majestät bei ihrer Besuchstour zu sich genommen hat. Gibt es da vielleicht auch Besonderheiten, über die es sich zu schreiben lohnt? Da bleibt der Leser völlig ahnungslos zurück. Liebes Mallorca-Magazin, für einen wirklich hochinteressanten, weltwichtigen Journalismus ist noch viel Luft nach oben.

Bazillus / Vor etwa 1 Jahr

@Carneval . Man darf weder die journalistische Rolle , noch die personelle Ausstattung von MM zu hoch ansetzen . Die bringen "Alles , was so zu hören ist " . Man bekommt damit einen Querschnitt durch die Volksmeinung , wobei das Volk eben nicht nur aus Akademikern besteht . Mitunter steht zwischen den Zeilen mehr , als im Text .

wala / Vor etwa 1 Jahr

@Majorcus ich glaube bei dem ist Hopfen und Malz verloren! Entweder ständig unter Strom oder Entzug seiner Medizin.

Majorcus / Vor etwa 1 Jahr

@Alice: "Kulturgut steht über allem" - so wie Stierkampf & Tierquäl-Kutschen. @Mallorcajoerg: Der König von Mallorca trägt Polyester-Hermelin - nicht ganz so political correct ...

petkett / Vor etwa 1 Jahr

Seltsame Beschwerde von der Vorsitzenden der Mallorquinischen Modeschöpfer, Joana Borràs. Ich hätte mir in den Hinter gebissen, als so etwas von mir zu geben. Verrückte Welt, verkehrte Menschen.

Carneval / Vor etwa 1 Jahr

Um welche Unwichtigkeit sich MM kümmert. Super Journalismus. Hat dieses Käseblatt nicht anderes zu schreiben? Wen interessiert die Tasche der spanischen Königin?

Mallorcajoerg / Vor etwa 1 Jahr

Die spinnen, die Mallorquiner. Eine spanische Tasche, Erlöse für die Mukoviszidose-Forschung, mehr political correctness geht wohl ja wohl kaum. Es ist die spanische Königin, die die Tasche getragen hat.

Anders wäre die Sachlage beim König von Mallorca. Aber der darf ja derzeit nicht auftreten.

Alice / Vor etwa 1 Jahr

Gibt es in Spanien nicht andere Probleme? Was ist daran falsch etwas für die Mukoviszidoseforschung zu leisten indem man diese Taschen kauft. Kulturgut steht über allem oder was? Die Lage scheint ernst, alles wird zum Reizthema, es ist schlimm keine Frage, aber viele haben mehr Probleme als das Muster einer Tasche, nämlich keine Lebensgrundlage mehr!

Majorcus / Vor etwa 1 Jahr

Abu Dhabi?