Hotellier Jaime España vor seiner bunten Herberge. | Jaume Morey

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In der Mallorca-Metropole Palma wird weiterhin über eine bunt bemalte Haus-Fassade gestritten. Es geht um das Hotel Artmadams im Stadtviertel Son Armadams.

Hotel-Besitzer Jaime España hat das Gebäude ohne behördliche Genehmigung von dem Künstler José Luis Mesas mit einem riesigen Wandbild verzieren lassen. Das will das Rathaus nicht dulden und fordert España auf, das Gemälde zu entfernen.

Der Hotellier versteht die Reaktion seitens des Rathauses nicht und will nun gerichtlich durchsetzen, dass die Fassade so bleibt wie sie jetzt ist. „Das Rathaus subventioniert städtische Kunst, sagt aber Nein zu unserer Mauer“, so España im Interview mit der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora.

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Es handele sich zwar um ein Gebäude des Architekten Guillem Forteza, das in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebaut wurde, seitdem seien aber so viele genehmigte Veränderungen vorgenommen worden, dass das Gebäude zu weniger als 50 Prozent noch die Handschrift Fortezas trage.

So sei es zu der Idee der Bemalung gekommen: „Es gab nur trübe Farben und wir dachten daran, die Kunst aus dem Inneren des Hotels auf die Fassade zu übertragen. José Luis Mesas hat in Miami ausgestellt und ist in verschiedenen Museen in Spanien vertreten, deshalb haben wir ihn beauftragt.“ España könne nicht verstehen, dass Bürgermeister José Hila, den er als „fortschrittlich“ einschätzt, die Zerstörung dieses Wandgemäldes anordnet. España: „Es wäre unumkehrbar.“

Viele Passanten und auch Gäste des Hotels Artmadams sind begeistert von der neuen Fassade. Im Internet gebe es ebenfalls viele positive Reaktionen.