Marita Köllner, Star der Gute-Laune-Musik, zeigt sich wegen den Vorfällen an der Playa de Palma fassungslos. | Patricia Lozano

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Nach dem Eklat vom Donnerstag am sogenannten "Ballermann" fühlt sich Schlagersängerin Marita Köllner nach eigenen Angaben reingelegt und hintergangen. Wie MM am Freitag, 16. September, online berichtete, hatte sie geplant, im Dome Club in der Bierstraße an der Playa de Palma im September und Oktober Kölsche Wochen zu veranstalten. Das Lokal sollte für die Zeit in "Maritas Kleines Paradies" umbenannt werden, und zahlreiche Karnevals-Größen waren für Veranstaltungen auf die Insel geladen.
Nun kam alles anders als geplant.

Am Donnerstagabend standen die Kölsche Kultband "Die Filue", DJ Marc Colonia und zahlreiche Gäste vor verschlossenen Türen und seien "stinksauer und enttäuscht" gewesen, so Köllner. Erst am Tag zuvor hätten die Musiker einen Soundcheck in dem Tanzschuppen an der neuralgischen Partymeile gemacht. Marita Köllner selbst musste an dem besagten Donnerstagabend, früher als geplant, zurück nach Deutschland fliegen. Eigentlich hätte sie erst am Freitag eine Maschine nehmen wollen, doch wurde ihr Flug annulliert.

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Paul, der Geschäftsführer des Lokals, habe ihr lediglich eine kurze Nachricht zukommen lassen, dass er sich aus allen weiteren Veranstaltungen zurückziehe. Auch der andere Verantwortliche, Carlos, der Lokalbesitzer, sei einfach nicht erschienen. Einen Schlüssel, um in die Räumlichkeiten der Tanzbude zu gelangen, habe Marita Köllner nicht gehabt. "Ich habe lediglich mein Gesicht und meine Kontakte gegeben", beteuert die Sängerin und Radiomoderatorin gegenüber MM.

Sie selbst sei ab dem 1. September bereits fünf- bis sechsmal in "Maritas Kleines Paradies" aufgetreten. Über das abrupte "Aus" ist sie enttäuscht und fassungslos. "Ich kenne die Gründe dafür nicht. Mir ist das zum ersten Mal auf Mallorca passiert." Seit 25 Jahren hat das Domstadt-Original Marita Köllner bereits Auftritte auf der Insel absolviert, vor allem im Riu Palace, in der Diskothek Paradies und im Megapark.

Die 64-jährige Köllner, die sich selbst als „Frohsinnsverbreiterin” versteht, müsse selbst zwar keine finanziellen Verluste hinnehmen. Allerdings seien Rechnungen für drei Künstler offen, die nun nicht mehr auftreten könnten, sagte sie. Zudem sei Köllner auch selbst nicht für ihre Auftritte und ihre Organisation bezahlt worden. Der Besitzer und der Geschäftsführer des Lokals hätten sich immer noch nicht bei ihr gemeldet und seien nicht erreichbar. Nun hat Marita Köllner einen Rechtsanwalt mit der Angelegenheit beauftragt.