Ja hoppla! Gerade erst hatte Ballermann-Sängerin Melanie Müller in den sozialen Netzwerken angekündigt, sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurückziehen zu wollen, da stand sie schon wieder an der Playa de Palma auf der Bühne. Wie die BILD-Zeitung berichtet, landete die 35-Jährige am Donnerstag kurz nach Mitternacht aus Nürnberg kommend auf Mallorca, fuhr direkt weiter in die Diskothek "Bolero" und trat dort eine gute viertel Stunde auf.

Gegen halb drei Uhr morgens legte sie dann nach und sang auch noch im berühmt-berüchtigten "Oberbayern". BILD will erfahren haben: Kurz vor ihrem Auftritt auf der Tanzfläche der Location wurde Müller ins Büro der Chefs gebeten, musste sich erklären. Bis zu diesem Zeitpunkt soll ihr Auftritt noch auf der Kippe gestanden haben. Dann gab es von den Verantwortlichen aber doch grünes Licht.

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Müller sieht sich derzeit mit Nazigrußvorwürfen konfrontiert, nachdem ein Video von einem Auftritt in Leipzig, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, aufgetaucht war. Darauf ist zu sehen, wie Müller vor vermeintlich rechtsradikalen Fans mehrfach den gestreckten Arm in die Luft reckt – eine Geste, die als Hitlergruß ausgelegt werden kann.

Einen Tag zuvor war bekannt geworden, dass es auf dem Konzert zu einem ersten Eklat gekommen war, nachdem mehrere Fans "Sieg Heil" riefen und den Arm zum Hitlergruß in die Luft streckten. Müller äußerte nach diesem Konzert, sie distanziere sich davon und sage ein Folgekonzert in Dresden vorsorglich ab. Nur einen Tag später sah sich die Sängerin dann selbst mit den Nazi-Vorwürfen konfrontiert.

Mittlerweile ermittelt offenbar sogar die Polizei gegen die 34-jährige Sächsin. "Uns ist das neue Video bekannt, weswegen wir unsere Ermittlungen ausgeweitet haben", zitiert der "Spiegel" eine Sprecherin der Landespolizei Leipzig. Es geht offenbar um den Vorwurf des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach Paragraf 86a StGB. Bei solchen Kennzeichen kann es sich um Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und eben Grußformen handeln.