Das Villenviertel Son Vida in Palma de Mallorca. | L. Forteza

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Schlechte Nachrichten für die Villenbesitzer im Stadtteil Son Vida von Palma de Mallorca: Da im älteren Teil der luxuriösen Urbanisation mit Hauspreisen ab etwa drei Millionen Euro keine Abwasserkanäle vorhanden sind, werden ab 22. August keine neuen Baugenehmigungen für neue Häuser mehr erteilt.

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Wie die Tageszeitung Ultima Hora berichtet, ist eine Investition von rund 10 Millionen Euro erforderlich, um die Infrastruktur nachzurüsten. Die Stadt hat bereits entsprechende Maßnahmen vorbereitet, verlangt vor dem Baubeginn aber Garantien für eine Kostenübernahme durch die Anwohner. Das nun angeordnete Moratorium folgt zwingend aus Raumordnungsgesetzen der Balearen und betrifft auch diverse Landgemeinden auf Mallorca. Bereits mehrfach war die Frist für den Kanalbau verlängert worden, um die Bauwirtschaft nicht zu beeinträchtigen. Die Zeit ist von den Betroffenen allerdings nicht genutzt worden.

Luis Martín vom regionalen Bauträgerverband fordert das Rathaus nun dazu auf, den betuchten Grundstücksbesitzern von Son Vida die Kosten komplett abzunehmen. Angeblich sind insgesamt 500 bis 600 Bauplätze betroffen, die teilweise auch in einfacheren Stadtbereichen liegen. Die Rede ist von der Urbanisation S'Hostalot, von Son Espanyol (Landhäuser zwischen der Balearen-Uni und der Ringautobahn) sowie teilweise auch von Vororten wie Génova und Establiments. Laut Städtebaudezernent Joan Riera geht es jedoch nur um Son Vida und Son Espanyol. (mic)