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Vielen Putzfrauen auf der Insel steht das Wasser bis zum Hals. Den rund 4500 Mitarbeitern von Reinigungsfirmen auf den Balearen sind in den vergangenen Monaten zum Teil die Gehälter nicht ausbezahlt worden, darüber hinaus sind ihre Jobs gefährdet, warnt die Gewerkschaft UGT. 

Der Grund: Die öffentlichen Behörden auf dem Archipel schulden den Reinigungsdiensten bis zu 40 Millionen Euro. Mitunter warten die Unternehmen seit zwei Jahren auf die Begleichung ihrer offenen Rechnungen.

Am Montagabend trafen sich Vertreter der Gewerkschaften und der Balearen-Regierung hinter geschlossenen Türen, um nach einem Ausweg aus der Schuldenmisere zu suchen.Die öffentlichen Kassen sind leer. Die Reinigungsarbeiten in öffentlichen Schulen, Kliniken, Behörden und Ministerien liefen jedoch unbezahlt weiter.

Konkrete Zusagen konnte der Vize-Präsident der Balearen-Regierung, Josep Ignasi Aguiló, nach Gewerkschaftsangaben nicht machen. Um Geld zu sparen, will die Verwaltung die Reinigungsfirmen 2012 deutlich weniger beschäftigten. Die UGT schloss ihrerseits Kundgebungen der Putzkolonnen nicht aus.