Fünf Glocken der Kathedrale von Palma de Mallorca werden zur Restauration nach Deutschland gebracht werden. | Foto: Teresa Ayuga

Fünf Glocken der Kathedrale von Palma, dem Wahrzeichen der Insel Mallorca, werden in Bälde nach Deutschland "reisen", um dort fachmännisch restauriert zu werden. Den Auftrag dazu hat das Glockenschweißwerk Lachenmeyer im bayrischen Nördlingen erhalten. Die übrigen sechs Glocken werden in Spanien restauriert.

Die "Katheldrale des Lichts" wird also über mehrere Monate verstummen. Die Restaurierung der Glocken geht einher mit einer Sanierung des Glockenturms. Insgesamt sind für die Arbeiten 1,6 Millionen Euro veranschlagt.

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Unter den Glocken, die in Deutschland bearbeitet werden, gehört die größte und bekannteste der Kathedrale, "N'Eloi" genannt (alle Glocken haben Namen). N'Eloi wird angeschlagen, wenn es besondere Ereignisse zu würdigen gilt, etwa die Wahl eines neuen Papstes oder Ankunft eines neuen Bischofs. Diese Glocke hat einen Durchmesser von mehr als zwei Metern und wiegt fünf Tonnen. Sie wurde von Bischof Vich i Manrique im Januar des Jahres 1593 geweiht.

Ziel der Restaurierung ist, so der Architekt bei der Vorstellung des Projekts, den Glocken wieder ihren ursprünglichen Klang zu verleihen. Dazu müssen etwa die eisernen Joche, die im vergangenen Jahrhundert montiert werden, durch originalgetreue Holzjoche ersetzt sowie die Elektrifizierung verbessert und erneuert werden.

Wann genau der Glockenturm in 48 Meter Höhe geräumt wird, ist noch nicht bekannt. Es wird auf jeden Fall ein Spektakel werden. Die tonnenschweren Klangkörper werden mittels eines groß dimensionierten Teleskopkrans heruntergeholt. (jog)