Der Fall des an Tuberkulose verstorbenen Alpha Pam wird keine Konsequenzen für den balearischen Gesundheitsminister Martí Sansaloni haben. Ein Gericht auf Mallorca hat die Klage verschiedener Organisationen gegen die balearischen Gesundheitsbehörden und das Krankenhaus von Inca abgewiesen.

In der Begründung wiesen die Richter vor allem die These der Kläger zurück, dass es "schwerwiegende Missstände bei der Behandlung eines Großteils von Ausländern" gebe. Es sei den Klägern nicht um Wahrheitsfindung gegangen, sondern um eine generelle Veurteilung hochrangiger Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums, hieß es weiter.  

Die Kläger, unter anderem die Gewerkschaft UGT und die Vereinigung der Senegalesen auf Mallorca, waren der Ansicht, dass der sich illegal auf Mallorca aufhaltende Senegalese wegen fehlender Papiere nicht behandelt und daher seine Tuberkulose-Erkrankung nicht erkannt wurde. Sie forderten auch politische Konsequenzen wegen des "absurden Systems der Ausgrenzung".

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Die Klage erfolgte unter anderem wegen fahrlässiger Tötung gegen die politisch Verantwortlichen und die Krankenhausleitung des Hospitals von Inca.