Beamte der Nationalpolizei inspizieren das Wohnhaus in Palma de Mallorca. | Foto: Vasil Vasilev

Tötungsdelikt vor Weihnachten: Die Frau, die am Mittwoch leblos in ihrem Wohnhaus in Palma de Mallorca aufgefunden wurde, ist gewaltsamt getötet worden. Die Obduktion ergab, dass sie schwer gewürgt worden war und mehrere schwere Schläge am Kopf erlitten hatte.

Beamte der Nationalpolizei hatten den Leichnam der Mallorquinerin am Mittwochmorgen neben dem Bett in ihrem Schlafzimmer in der Calle Port de Cariño im Stadtviertel Es Fortí gefunden. Das Haus befindet sich wenige Meter entfernt von dem Ort, an dem früher das Fußballstadion Lluis Sitjar stand. Nachbarn hatten die Polizei benachrichtigt, weil sie Flammen und Rauch aus dem Haus aufsteigen sahen.

Wie nun bekannt wurde, fand die Polizei den Leichnam in ein Bettlaken eingewickelt, das bereits leichte Brandspuren aufwies. Dies deutet darauf hin, dass die Frau, die als Angestellte in einer Bank arbeitete, bereits vor Ausbruch des Feuers gestorben war. Die Polizei vermutet, dass der Täter den Brand gelegt hatte, um seine Spuren zu verwischen.

Als für die Ermittlungen wichtige Details sieht die Polizei an, dass die Frau zum Zeitpunkt ihres Todes Schlafkleidung trug und weder an Türen noch an Fenstern Einwirkungen von Gewalt zu erkennen waren, was vermuten lässt, dass sich Opfer und Täter kannten. Wertvolle Schmuckstücke fehlten nicht, sodass Raub als Motiv unwahrscheinlich erscheint.

Wie die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora online berichtet, sind Anwohner von der Tat geschockt. "Wir sind fassungslos und haben große Angst weil ein Mörder in unserem Viertel herumläuft. Wir vertrauen auf die Nationalpolizei, aber solange sie den Täter nicht gefasst haben werden wir nicht ruhig schlafen können", zitiert die Zeitung einen Nachbarn(somo)