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Viele Mallorquiner, die geschäftlich in Brüssel zu tun hatten oder in Belgien leben, sind von den Attentaten böse überrascht worden. Die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora hat sich mit einigen von ihnen in Verbindung gesetzt.

So wurde die Richterin Piedad Martín aus Palma de Mallorca zur direkten Zeugin der Explosionen am Flughafen. Die Scherben des Terminals fielen auf den Bus, in dem sie unterwegs war. Es gab keine Verletzten, aber das Fahrzeug wurde in einen sicheren Hangar gebracht, bevor die Reisenden Richtung Löwen evakuiert wurden. Piedad Martín hatte ihre Tochter in Lüttich besucht und wollte bereits am Sonntag zurückfliegen, was aber vom Fluglotsenstreik in Frankreich vereitelt wurde.

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Die Gewerkschafterin Katiana Viçens lebt unterdessen 100 Meter von der Metrostation Maelbeek entfernt und wurde zu Hause von den schlimmen Nachrichten überrascht. "Es gibt wenig Information und die Situation wirkt auf mich chaotisch. Wir müssen aber die Ruhe bewahren", so die ehemalige CCOO-Sekretärin, die in Brüssel für den Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU arbeitet.

Irritiert zeigt sich auch Studentin Inés Anguera, die in Löwen internationale Beziehungen studiert: "Ich bin sehr verunsichert. Man weiß nicht, ob es weitere Attentate geben wird." "Das Ambiente ist schon seit November sehr angespannt", sagt Student Daniel Higón, der am Dienstag von Belgien nach Mallorca unterwegs war. Eine Stunde vor den Explosionen startete er von Charleroi Richtung Palma: "Das war eine Ausnahme, sonst fliege ich immer ab Zaventem", so der Vielflieger.

Unter den Opfern von Brüssel sind auch vier leicht verletzte Spanier. (mic)