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Begleitet von Protesten einiger Tierschützer ist am Freitagmorgen im Bergdorf Fornalutx der traditionelle Stierlauf abgehalten worden. Der sogenannte "Correbou" fand im Rahmen des Festes zu Ehren der Muttergottes "Mare de Déu" statt.

Etwa 20 Tierschützer und Stierlaufgegner hatten sich im Dorf eingefunden. Die Demonstration wurden rasch von der Polizei gestoppt. Im Anschluss wurde der 450 Kilo schwere Stier an Seilen durch die Straßen von Fornalutx geführt. Bei dem Spektakel wurden zwei Zuschauer leicht verletzt.

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Der "Correbou", bei dem vor allem Jugendliche einen Jungstier durchs Dorf treiben, ist seit Jahren heftig umstritten. Die Gemeinde hat versucht den Stierlauf möglichst unauffällig über die Bühne zu bringen. Bereits im Vorfeld war das Vorabendfest "Revetla" abgesagt worden, um Alkoholexzesse zu vermeiden. Bürgermeister Antoni Aguiló Amengual bekräftigt, dass der Correbou nichts mit Tierquälerei zu tun habe. "Er ist Teil unserer Wurzeln, und wir sind nicht bereit, ihn uns entreißen zu lassen."

Noch ist unklar, ob der Correbou im Rahmen der Neufassung des Tierschutzgesetzes der Balearen verboten wird. Der Gesetzentwurf, mit dem auch Stierkämpfe verboten werden sollen, lässt noch immer auf sich warten, weil die Balearen-Regierung eine Entscheidung des spanischen Verfassungsgerichts über ein ähnliches Verbot in Katalonien abwarten will. (red)