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Der Ex-Banker und langjährige Besitzer des Anwesens nahe des Golfplatzes von Pollença hatte viele Jahre gegen den Verlust der Finca gekämpft. Im August letzten Jahres unterlag der frühere Chef der Banesto-Bank, der mehrere Haftstrafen wegen Betrugs, Urkundenfäschung und Geldwäsche abgesessen hat, in dem Rechststreit. Das 91.000 Quadratmeter große Anwesen ging in einer öffentlichen Versteigerung nach nur einem Gebot für 4,2 Millionen Euro über den Tisch - mutmaßlich an einen Investoren mit Sitz in der Schweiz. Das berichtet die spanische Tageszeitung Ultima Hora.

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Can Poleta war schon vor Jahren als Sicherheit für Condes betrügerische Machenschaften beschlagnahmt worden. Der frühere Star-Banker hatte daraufhin versucht, das Embargo zu umgehen und Schuldenzahlungen zu vermeiden, indem er die Finca auf die Luxemburger "GI Beteiligung" überschrieb. Doch dieser Plan ging nicht auf, denn es stellte sich heraus, dass Conde selbst Inhaber der Luxemburger Gesellschaft war. 2002 verurteilte der nationale spanische Gerichtshof ihn wegen betrügerischer Vermögensverschiebung und ordnete eine Versteigerung des Anwesens an.

Bis zum vergangenen Jahr war es Mario Conde gelungen, die Versteigerung immer wieder zu verhindern. Das Anwesen mit dem 800 Quadratmeter großem Haupthaus hatte einen besonderen sentimentalen Wert für ihn, weil dort seine Ex-Frau Lourdes Arroyo 2007 gestorben war. Die Finca war ursprünglich im Besitz von Condes Schwiegervater gewesen, bevor Mario Conde sie 1988 von ihm erwarb.