Der Diskothek Tito's war im Rahmen der Ermittlungen von den Behörden zeitweise die Lizenz entzogen worden. | Alejandro Sepúlveda

Im Ermittlungsverfahren gegen den Diskothekenbetreiber Tolo Cursach, der sich seit März in Untersuchungshaft befindet, werden neue Details aus dem Nachtleben von Palma bekannt. So schildert ein ehemaliger Mitarbeiter der Diskothek Tito's, wie es dem der Korruption beschuldigten Unternehmer gelungen sei, Mitbewerber mithilfe von befreundeten Polizisten zu schädigen, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Freitag.

So seien in den Lokalen der Konkurrenz Razzien angesetzt worden und nach Drogenfunden Geldstrafen angesetzt worden. Um den Schein zu wahren, fanden auch Razzien in den Betrieben des Cursach-Imperiums statt, ohne dass es hinterher zu Sanktionen kam. Der Unternehmer soll ferner auf diese Weise die Konkurrenz unter Druck gesetzt und deren Lokale dann zu niedrigen Preisen aufgekauft haben.

Als weiteres Beispiel führte der Zeuge auf, wie die Diskotheken in Palma busweise mit Gästen angefahren wurden. Polizeikontrollen der Busse fanden den Angaben zufolge indes nur bei den Mitbewerbern statt. Auch sei die zulässige Besucherzahl von 800 Gästen im Tito's überschritten worden, bisweilen um das Dreifache, ohne dass die Behörden einschritten.

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Die Ermittlungen gegen den beschuldigten Unternehmer, der an der Playa de Palma auch den Mega-Park betreibt, beschäftigen die Justiz seit Jahren. Sie stehen zudem in Zusammenhang mit dem Polizeiskandal von Palma.