Das Foto von Jaume Rosselló zeigt, wie die Schlange den Gecko umschlungen hat, sodass er nicht entkommen kann. Sie hat begonnen, ihn vom Kopf her zu verschlingen. | Jaume Rosselló / ultimahora.es

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Die heimische Tierwelt auf Mallorca muss sich auf gänzlich neue Bedrohungen einstellen, wie jetzt ein Mann in der Inselmitte beobachten konnte. Jaume Rosselló wurde auf seiner Finca bei Inca zum Augenzeugen, wie eine kleine Schlange einen riesigen Gecko verschlang.

"Die Schlange war kaum länger als eine Handspanne und so dünn wie ein Kugelschreiber. Der Gecko war hingegen vier bis fünf Mal so groß wie die Schlange", berichtete Rosselló den Inselmedien und verschickte auch ein entsprechendes Foto.

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Ungeachtet der Winzigkeit der Schlange hatte der Gecko keine Chance und wurde mit Haut und Schuppen von der Schlange vollständig vertilgt.

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei der Schlange um eine eingeschleppte Tierart vom Festland handelt. Das lässt das Aggressionspotential des Tieres vermuten, berichtete die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Freitag. Mallorca leidet seit einigen Jahren unter einer Plage von eingeschleppten Hufeisennattern, die sich immer weiter ausbreitet und eine Gefahr für die heimischen Tiere darstellt. Die ersten Exemplare sollen im Wurzelwerk von importierten Bäumen auf die Insel gelangt sein.

Die Hufeisennattern sind zwar ungiftig, gelten jedoch als aggressiv und bissig. Es gibt Kommunen, in denen man versucht, den Eindringlingen mit Fallen Herr zu werden.