Experten vermuten, dass die mediterrane Ernährungsweise aus gesunden Fetten die Lebenserwartung der Spanier steigert. | Patricia Lozano

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Laut einer Auswertung des amerikanischen Wirtschaftsunternehmens Bloomberg gehören Spanier zu den gesündesten Menschen der Welt. "Vielleicht ist es etwas in der Paella oder der Gazpacho?", spekulieren die Schreiber auf dem Nachrichtenportal, auf dem die Studie veröffentlicht wurde.

Die Gründe sind klar belegt: Unter 169 Nationen wurden Kriterien wie Lebenserwartung, Zigarettenkonsum, Übergewicht und Essgewohnheiten verglichen, Spanien hat dabei 92,8 von 100 Punkten erreicht. Bonuspunkte gab es von den Experten für den Zugang zu sauberem Wasser oder die Anzahl von Ärzten und Spezialisten pro Kopf.

Spanier haben einer im Oktober veröffentlichten amerikanischen Studie zufolge zudem die höchste Lebenserwartung aller Länder der Europäischen Union. Menschen werden dort im Schnitt 84 Jahre alt.

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Auf Platz zwei folgt Italien. Beiden Ländern wird die mediterrane Ernährungsweise zugeschrieben, die sich aus viel Obst und Gemüse und guten pflanzlichen Fetten wie Olivenöl und Nüssen zusammensetzt. Experten zufolge verringere das das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Unter den Top 10 landeten außerdem Island, die Schweiz, Schweden und Norwegen. Deutschland landete nur auf Platz 23.

Zu erwähnen sei allerdings, dass Fast-Food-Konsum auch in Spanien bereits weit verbreitet ist. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass 15 Prozent der Schüler auf den Balearen an Übergewicht leiden. Das balearische Gesundheitsministerium versucht bereits, gegenzusteuern, indem ungesunde Automatenware an Schulen abgeschafft und die Schulspeisung stärker reglementiert werden sollen.