Das Fotos zeigt eines der verendeten Muttertiere auf der Weide in Andratx. | Michels

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Anwohner beschweren sich schon länger über einen Landwirt in Andratx im Südwesten von Mallorca, der seine Schafherde kaum füttert. Mehrere Tiere seien bereits verendet. Die Anzeigen bei der Polizei häufen sich.

"Wir sind es leid", sagten Nachbarn dem Reporter der spanischen MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Sonntag. "Wir haben die Zustände bei der Lokalpolizei, der Naturschutzabteilung der Guardia Civil (Seprona), dem Umweltdezernat des Rathauses sowie bei der balearischen Regierung vorgebracht, aber niemand schreitet ein. Alle sagen, dass der Landwirt zahlungsunfähig sei und dass sie nichts machen könnten."

Vor einigen Tagen war dem Tierhalter ein Rudel Schweine entlaufen, die den Verkehr auf der Landstraße zwischen Andratx und der Hafengemeinde gefährdeten. Zwei Tage später entdeckten die Anwohner zwei tote Schafe und ein Lamm.

Wie die Nachbarn schilderten, wechseln sich die Anwohner ab und bringen den Tieren täglich Wasser, altes Brot, Gemüse, Obst. "Ohne die Solidarität der Menschen wäre dies hier ein Massaker", sagten die Nachbarn.

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Zuletzt rückte auch die Polizei wieder an und erstellte einen neuen Bericht über die Zustände auf der Weide. Jetzt liegt es wieder an den Behörden, einzuschreiten.