So wild ging es am Freitagabend am Ballermann zu.

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Die Regierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat am Mittwoch die Schließung sämtlicher Lokale in der Bier- und Schinkenstraße an der Playa de Palma und in Punta Ballena in Magaluf angeordnet. Bereits am kommenden Wochenende soll die Polizei überprüfen, ob diesem Dekret Folge geleistet wurde. Zwei Monate lang dürfen die Bars und Restaurants nicht für Besucher zugänglich sein.

Außerdem werden lange Strohhalme und Gläser, die einen halben Liter Flüssigkeit fassen, verboten. Hohe Tische werden in den betroffenen Gegenden ebenfalls untersagt.

Tourismusminister Iago Negueruela sagte, dass man gewisse Touristen auf Mallorca nicht mehr haben wolle, zumal sich diese trotz Corona weder an Abstandsregeln noch an die Maskenpflicht halten. Auch Betreiber von Gastwirtschaften, die diese Art von Urlaubern bedienen, wolle man nicht. Diese Botschaft habe man den Reiseveranstaltern unmissverständlich übermittelt. Die Regierung werde nicht dulden, dass das Image der Inseln beschädigt werde.

Hintergrund der harten Entscheidung sind große Menschenansammlungen an der Playa de Palma am Freitagabend. Dies hatte auch in Deutschland in politischen Sphären zu Nervosität geführt.