Arbeitslosengeldanträge explodieren auf Mallorca

| Mallorca, Balearen |
In diesem Oktober gingen achtmal so viel Anträge auf Arbeitslosengeld ein wie im Vorjahr.

In diesem Oktober gingen achtmal so viel Anträge auf Arbeitslosengeld ein wie im Vorjahr.

Foto: Michel's

Der Arbeitsmarkt auf Mallorca und den Nachbarinseln sieht düster aus. Allein im Oktober beantragten achtmal so viele Menschen Arbeitslosengeld wie im gesamten Jahr 2019.

219.945 Anträge wurden im vergangenen Monat gestellt, 2019 waren es insgesamt 212.087. Dies ist die höchste jemals gemeldete Zahl und sie übertrifft auch die zu Anfang der Pandemie im April registrierten 145.000 Anträge auf Unterstützung.

Die Zahlen umfassen sowohl Kurzarbeiter- als auch Arbeitslosengeld. Die Belastung für das Arbeitsamt stieg mit der Verlängerung des Kurzarbeitergelds ab Oktober nochmals beträchtlich. Betroffene mussten ab- und wieder angemeldet werden.

Die Arbeitsämter auf den Balearen verfügen über 228 Mitarbeiter, davon 117 Zeitarbeitskräfte. 89 davon wurden in den vergangenen Monaten zur Verstärkung eingestellt. Viele Menschen warteten monatelang auf Zahlung, manche haben bis heute kein Geld erhalten.

Kommentar

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Jürgen / Vor etwa 1 Jahr

„Stefan Meier“ ich finde Ihren Kommentar zum Thema einfach nur unwürdig in Bezug auf diese Menschen, die nicht mehr wissen wie sie ihre Miete bezahlen können oder ihre Kinder ernähren und eine Ausbildung finanzieren sollen. Was haben Sie denn für konkrete Vorschläge für die Balearen? Industrie ansiedeln? Landwirtschaft? Handel? Forschung? Prüfen Sie mal wie viele Menschen direkt oder indirekt vom Tourismus leben! Für die meisten müssten neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Roland / Vor etwa 1 Jahr

Ich frage mich was die vielen Wohlhabenden auf der Insel machen, wenn nicht mehr ausreichend Menschen zur Verfügung stehen, um die Luxus-Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Dann wird Mallorca nicht mehr so interessant sein.

Roland / Vor etwa 1 Jahr

Das werden noch harte Zeiten für Menschen werden, die ihr Geld zum Lebensunterhalt verdienen müssen. Die finanziellen Gegensätze auf Mallorca werden somit immer größer. Und dann liest man hier, dass Bootsbesitzer 40 Jahre auf einen Liegeplatz warten müssen. Gut, dass angeblich die Immobilienpreise weiter steigen. Die Käufer stehen Schlange.

Michael Düsseldorf / Vor etwa 1 Jahr

@Stefan Meier So geschickt kann man seine Verachtung gegenüber Menschen die arbeiten um sich etwas zu Essen und Wohnraum zu leisten auch ausdrücken. Klingt intellektuell, ist aber bullshit.

peter 28 / Vor etwa 1 Jahr

@ Stefan Meier sind sie eigentlich noch normal oder leben sie im Suff ? Wie kann man nur so über Personen schreiben . Lassen sie sich einmal untersuchen .

Cubay / Vor etwa 1 Jahr

Bei fast 220000 Anträgen müssten doch auch genügend Leute dabei sein die diese Anträge bearbeiten können.Schon gibt es ein paar Arbeitslose weniger und die Anträge sind schneller bearbeitet.

Kerstin / Vor etwa 1 Jahr

Nur sehr viele bekommen GAR NICHTS,bzw.können nichts beantragen!!! Das wird oft nicht erwähnt in Berichten! Man hat vielleicht jede Saison gearbeitet,hat aber wegen z.B. einem Jobwechsel kein Festvertrag mehr....ja und viele von ihnen bekommen z.Zt.nichts! Es wird sich wohl auch nichts daran ändern! Diese letztlich beschlossene Regelung,bei dem das Arbeitslosengeld oder -hilfe zwischen dem 14.März und 30.Juni ausgelaufen ist,kann für 3 Monate Arbeitslosenhilfe beantragen.....bei dem es aber nur EINEN Tag vorher oder nachher abgelaufen,guck' in die Röhre!!!! Keinen Cent !! Das ist Mallorca!!

Christian / Vor etwa 1 Jahr

@Michel sehr gut! Herzlich gelacht, nur bei M. wird gerade der BLutdruck steigen..hahaha

Stefan Meier / Vor etwa 1 Jahr

Tourismus ist das Kokain der armen Staaten. Die Lösung ist nicht, immer mehr zu konsumieren. Man bekommt die Entzugsschmerzen nur in den Griff, wenn man aufhört.

andi / Vor etwa 1 Jahr

Die Arbeitslosenzahlen usw. werden in Zukunft so schnell nicht wieder sinken. Auf die Tourismusindustrie werden sehr harte Zeiten zukommen.