Mann wegen Mord an deutscher Frau auf Mallorca zu 20 Jahren Haft verurteilt

| Mallorca |
Celestino Rodríguez während des Gerichtsverfahrens. (Foto: Ultima Hora)

Celestino Rodríguez während des Gerichtsverfahrens. (Foto: Ultima Hora)

Der Spanier Celestino R. ist auf Mallorca zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte im September 2019 in Colònia de Sant Jordi seine deutsche Mitbewohnerin nach einer Diskussion mit einem Küchenmesser attackiert und tödlich verletzt.

Der Angeklagte hatte eine längere Zeit in dem Ferienort als Obdachloser gelebt, bis er Veronika H. kennenlernte und von ihr in deren Wohnung in der Avinguda Primavera aufgenommen wurde. Die Frau lebte dort mit etwa zehn Katzen und einem Hund.

Die Staatsanwaltschaft fordert von Celestino R. zudem, die beiden Söhne von Veronika H. mit 100.000 Euro zu entschädigen.

Kommentar

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Jupiter / Vor 6 Monaten

Warum sollte kein Schadenersatz ausgesprochen werden? Vielleicht kommt der Verurteilte doch nochmal frei, macht ne Erbschaft, knackt El Gordo oder sowas ähnliches.. Kann ja wohl nicht sein, dass, falls er nach Haftende irgendwie zu Geld kommen sollte, dies ungestraft genießen kann.

Marcel / Vor 6 Monaten

Im November 2018 habe ich die verstorbene Frau in Colonia Sant Jordi wahrscheinlich kennengelernt. Sie erklärte, wie teuer das Narkosemittel für die Kastration der Katzen ist. Ich habe sie als sympathische und engagierte Frau in Erinnerung. Immerhin ist das Strafmass für diese Tat angemessen.

Bernat / Vor 6 Monaten

Was ist das für ein Urteil ? Haftstrafe ok ! Aber, wie kann ein Gericht einen obdach- und mittellosen Mann zu einer Geldtsrafe verurteilen, die er nie begleichen können wird.?Worum geht es hier ? Den Streitwert, oder was ? Für die Angehörigen muss sich das ja wie eine Ohrfeige in die Weichteile anfühlen. Sozialstunden wären hier eher angebracht gewesen. Ich bleibe zurück mit verständnislosem Kopfschütteln. Bernat

Yep / Vor 6 Monaten

Strafe ist Strafe. Aber 100.000€ ??? Das ist ein Obdachloser! Der hatte nie das Geld und wird es in Zukunft auch nicht haben. Er ist schließlich weggesperrt.

Mara / Vor 6 Monaten

Sinnlos getötet, weil man genervt war. Er hätte ja wieder auf die Strasse zurück gehen können. Immer wieder stellt man sich die Frage, ob "Helfen" immer das Richtige ist. Man kann Menschen nicht einschätzen, was ihr Teufel hinter der Stirn vor hat. Für die Kinder tut es mir sehr leid, die ihre geliebte Mutter auf so eine grausame Weise verloren haben.