Spanische Partytouristen im Quarantäne-Hotel Bellver am Paseo Marítimo in Palma. | Ultima Hora

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Die Zustände im Corona-Hotel Bellver in Palma de Mallorca, wo 249 spanische Abschlussschüler ihre Quarantäne absolvieren müssen, lassen zu wünschen übrig. Viele dieser Jugendlichen würden die Musik laut aufdrehen, permanent schreien und durch die Gänge rennen, zitierte die italienische Zeitung "Corriere della Sera" einen 30-Jährigen, der nichts mit diesen Abschussschülern zu tun hat und dort ebenfalls eine Quarantänezeit verbringt. Einige würden sogar mit Lebensmitteln um sich werfen.

62 dieser Jugendlichen sind mit Corona infiziert, bei dem Rest handelt es sich um enge Kontakte, die isoliert werden müssen. Zwei weiteren gelang aber die Flucht, wie unterdessen bekannt wurde. Begleitet wurden sie von einer erwachsenen Person, die laut der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" angab, dass man "Kinder" nicht festhalten könne. 21 Schüler waren in den vergangenen Tagen am Flughafen abgefangen worden.

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Auch die Lokalpolizei von Palma ist über das Verhalten einiger Hotelinsassen nicht erbaut. Laut der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" mussten Beamte mehrmals in das Hotel kommen, um Ruhestörer zur Ordnung zu rufen.

Bei den Schülern im Hotel handelt es sich um teils minderjährige und teils bereits volljährige Personen. Sie waren in der dritten Juniwoche zu Hunderten auf die Insel gekommen und steckten sich gegenseitig mit Corona an. Zur Verbreitung des Virus' dürfte auch ein Reggaeton-Konzert in der Stierkampfarena von Palma beigetragen haben, das genehmigt worden war und erst spät von der Polizei aufgelöst wurde. Unter anderem mit dieser Veranstaltung war im Vorfeld auf dem spanischen Festland von einschlägigen Reisefirmen in Prospekten geworben worden.