Hotel auf Mallorca öffnet mit riesigem illegalen Wandgemälde

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Das Hotel Artmadams nach der Wiedereröffnung am Donnerstag.

Das Hotel Artmadams nach der Wiedereröffnung am Donnerstag.

Foto: UH

Am ersten Juli hat das Hotel Artmadams in Palmas Stadtviertel Son Armadams wiedereröffnet. Der Betrieb blieb für über ein Jahr wegen Umbaumaßnahmen geschlossen. Neben der Renovierung des Innenbereichs wurde das Gebäude ebenfalls an der Fassade saniert. Der Besitzer des Hotels, Jaime España, beauftragte den Künstler José Luis Mesas mit den Arbeiten.

Im Mai vergangenen Jahres stoppte die Stadt Palma aufgrund fehlender Genehmigungen die Malerarbeiten des Künstlers. Nach Monaten der Stilllegung der Baustelle beendeten Künstler und Hotelbesitzer die Arbeiten trotzdem. Ein Gericht muss nun klären, ob die Hotel-Front so bleiben darf oder nicht.

Die Kosten für die Gestaltung der Fassade sollen sich auf circa 150.000 Euro belaufen. Hotelbesitzer España hofft inständig, dass sie ihr jetziges Aussehen behalten darf. Es wäre ein herber Verlust für die Stadt, denn die Kunst trage dazu bei, das Viertel wiederzubeleben. Außerdem stehe das Gebäude nicht unter Denkmalschutz, erklärte er im Interview mit der MM Schwesterzeitung Ultima Hora.

Kommentar

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petkett / Vor 11 Monaten

Sieht toll aus. Spielt da Neid mit oder warum soll diese wunderschöne Malerei verschwinden. Wenn da nicht ein Kunstzombie sein Finger im Spiel hat. Verrückte Welt und nicht nur auf Mallorca.

Adriano / Vor 11 Monaten

Wenn Strassenzüge mit Graffiti zugeschmiert sind interessiert es keinen Menschen aber lässt sich ein Hotelbesitzer etwas einfallen schaltet sich das Gericht ein . Sowas kenne ich eigentlich nur aus Deutschland !!

Jürgen / Vor 11 Monaten

Hotel auf Mallorca öffnet mit riesigem illegalem Wandgemälde! Es war für mich von Anfang an sehr eigenartig, dass Kunst illegal ist, ich dachte das die Zeiten vorbei sind in der Kunst illegal ist. Ich freu mich auf den Tag an dem ich dieses Kunstwerk bewundern kann. Für den Künstler und Hotelbetreiber wünsche ich alles Gute und viel Erfolg bei den anstehenden Auseinandersetzungen vor Gericht.

Heinz Huber / Vor 11 Monaten

Kurios und typisch Malle. Übrigens hat das Haus keine sonderlich gute Lage. Es befindet sich an einer relativ vielbefahrenen Durchgangsstraße und ist ziemlich weitab von Altstadt und Meer. Einziges Plus ist die Nähe zum Schwulenviertel bzw. El Terreno und gibt in der Gegend auch allgemein ganz nette Gastronomie. Auch die Schweden sind präsent. Habe da mal gelebt. Wohnraum wäre aber wohl besser gewesen, z.B. 1-Zimmer-Apartments, an denen es in Palma ja mangelt.