Derzeit kann man auf Mallorca Urlaub machen, ohne nach der Rückkehr in Quarantäne zu müssen. | Ingo Thor

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In der deutschen Corona-Politik auch gegenüber dem Ausland zeichnet sich eine Wende ab. Das geht laut der Bild-Zeitung au einem geheimen Papier des Robert-Koch-Instituts hervor. Als zusätzlichen Leitindikator stellt Deutschlands oberste Seuchenbehörde demnach die Hospitalisierung vor, also die Anzahl der in Krankenhäusern behandelten Corona-Patienten. Auch diese soll künftig Maßnahmen begründen.

Da die Krankenhäuser auf Mallorca trotz hoher Inzidenzwerte nicht ausgelastet sind, könnte diese Veränderung der Politik bedeuten, dass man dies in Berlin bei erneuten Bewertungen der Insel beizeiten stärker berücksichtigt.

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Seit Sonntag gilt Mallorca als einfaches Risikogebiet, was an den Einreisemodalitäten in Deutschland nichts ändert: Mit einem negativen Test erspart man sich die Quarantäne, vollständig Geimpfte kommen ohne Test ins Land. Als Mallorca Nicht-Risiko-Gebiet war, galt ein Vorabtest ebenfalls als Pflicht. Ohne diesen wurden Passagiere nicht ins Flugzeug gelassen.

Grund für die Neubewertung der Lage in Berlin ist die Tatsache, dass die Inzidenz wegen des fortschreitenden Impfprozesses immer mehr an Aussagekraft verliert. Das Robert-Koch-Institut rechnet denn auch mit einer Abnahme schwerer Fälle.

So eine ähnliche Politik wird auf Mallorca inzwischen bereits realisiert: Da die Krankenhäuser nicht aus allen Nähten platzen, wurden keine zusätzlichen strengen Restriktionen beschlossen, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagabend bei 153,39 Fällen auf 100.000 Einwohner lag. Bei über 200 müsste Mallorca von Berlin nach jetzigem Stand zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden, was für Urlaubsrückkehrer zehn Tage Quarantäne bedeuten würde.