Armutsrisiko auf Mallorca wegen Corona rasant gestiegen

| Mallorca |
Bedürftige vor einer Essensausgabestelle auf Mallorca.

Bedürftige vor einer Essensausgabestelle auf Mallorca.

Foto: Ultima Hora

Wegen der anhaltenden Corona-Krise hat die Zahl der von Armut bedrohten Menschen auf Mallorca stark zugenommen. Diese nahm nach Angaben des spanischen Statistikinstituts im vergangenen Jahr verglichen mit 2019 um 46,6 Prozent zu. 22 Prozent der Menschen, also 260.000, haben demnach diesen Status, im Jahr davor waren es 15,1 Prozent gewesen.

Die Inseln sind die Autonomieregion, deren Bruttoinlandsprodukt am stärksten zurückging, nämlich um 23,7 Prozent.

Auch andere Angaben des Statistikinstituts geben zu denken: 31,8 Prozent der Inselbewohner konnten sich 2020 nicht einmal eine Woche Urlaub leisten, für 19,8 Prozent waren die Heizkosten so teuer, dass sie im Winter in unterkühlten Wohnungen leben mussten. In 4,5 Prozent der Haushalte hat niemand eine Arbeit.

Folgende Initiativen helfen armen Menschen auf Mallorca:

Associació Tardor: Diese Tafel organisiert warme Mahlzeiten und verteilt auch Lebensmittelpakete. Siehe auch die MM-Reportage Top-Köche auf Mallorca helfen Menschen in Not. Lebensmittelspenden in die Carrer de la Reina Constanza 10, Palma. Spendenkonto: Caixa Bank, ES07 0133 0149 6441 0000 2865. BIC: CAIXESBBXXX. Es gibt die Möglichkeit, über Ttaming.net 1 Euro pro Monat zu spenden.

Mallorca Sense Fam: Lebensmittel können am Dienstagnachmittag oder Mittwochmorgen in der Carrer Vinyet 9, Bajos in Palma abgegeben werden. Spendenkonto: Bankia: IBAN ES80 2038 9981 9760 0127 6596.

Hope Mallorca: Lebensmittelspenden montags, mittwochs und freitags von 9 bis 9.30 Uhr in der Carrer Bernat i Vidal Tomas 72 in Santanyí. Andere Termine über info@hope-mallorca.org. Spendenkonto: Hope Mallorca e.V., Banco Cajamar Santanyí, IBAN ES96 3058 4516 4327 2000 8258, BIC: CCRIES2AXXX, CIF: ES G01977115.

Lions Club Palma: Die Initiative des Lions Club „Comida para todos“ (Essen für alle) sammelt bereits seit zehn Jahren Lebensmittel aus den Lidl-Märkten auf Mallorca ein und befördert sie in einem Transporter zu den lokalen Hilfsorganisationen der Insel. Spendenkonto: Caixa, ES62 2100 4379 6302 0005 0026. BIC: CAIXESBBXXX.

Rotary Club de Calvià Charity: Spendenkonto: Banca March, IBAN ES06 0061 0178 5200 1993 0114.

Fundación Rafa Nadal: Der Tennisstar unterstützt die Lebensmittelbank. Spendenkonto: IBAN ES11 0081 7065 4400 0146 7748, BIC: BSABESBB.

European Accounting: Das Steuerberaterbüro unterstützt die „Associació Tardor" und die „Fundació Monti-Sion Solidària”. Siehe dazu auch den MM-Bericht „Ein Herz für Mallorca”: European Accounting organisiert 46.000-Euro-Spende. Spendenkonto: La Caixa, IBAN: ES04 2100 3793 6122 0038 9151, SWIFT: CAIXESBBXXX.

Kölsche Kraat hilft e.V: Der Verein von „Unter uns”-Star Ramon Ademes sammelt Lebensmittel und Babybedarf und transportiert sie nach Mallorca. Spendenkonto: Volksbank Bonn Rhein-Sieg, IBAN: DE52380601867011837012, BIC/SWIFT CODE: GENODED1BRS, BLZ: 380 601 86.

Barber Angels: Lebensmittelspenden montags 17 bis 20 Uhr, donnerstags 11 bis 13 Uhr, Passeig Maritim 40 A (Ice Rolls), Cala Bona oder bei Cut for Cut (deutscher Friseur), Av. Bon Temps 30 in Cala Millor. Weitere Infos: info@barberangels.es

Santa Ponsa Food Bank: Lebensmittelspenden in der Calle de Hug de Mataplana 22 A, Spendenkonto: Santa Ponsa Community Church, IBAN : ES41 0049 5903 6927 9501 9755, BIC/SWIFT: BSCHESMM.

Helfen schmeckt gemeinsam besser: Ute Schoormann und Kathleen Thomas vom Personaldienstleister "K3 Services" unterstützen kleine Inselwinzer, indem sie deren Rebensaft nach Deutschland transportieren. Um nicht leer zurückzufahren, wird der Trip auf die Insel als Hilfstransport genutzt. Mehr Infos auf Facebook unter "Helfenschmecktgemeinsambesser" oder auf der Homepage www.helfenschmecktgemeinsambesser.de

Kommentar

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Adriano / Vor 12 Tage

Son Vidarius Ich kann mich deinem Beitrag nur anschließen !!!

Jo / Vor 14 Tage

Hauptsache Gesund, wen jucken da schon ein paar Arbeitsplätze...es war klar was da kommt oder?

rocco / Vor 14 Tage

Wie im Kleinen, so im Großen. Mallorca ist ein Beispiel, wie es laufen kann. Leider.

Engel Aloisius / Vor 15 Tage

Vielleicht könnte man den Politikern was weg nehmen, bevor sie sich wieder ihre eigenen Tantiemen erhöhen.

Son Vidarius / Vor 15 Tage

@Adriano, genau meine Meinung. Ich wäre noch drastischer und würde alle AI-Hotels schließen bzw. zwingen, auf B&B umzustellen. Es gibt auf der Insel unfassbar viele Möglichkeiten, den Abend zu genießen in allen Preisklassen. Vom Zaranda (leider nicht mehr im Son Claret) bis zur einfachen Tapas-Bar. Und alle, die auf dem Rückflug ihr deppertes Armband noch tragen, würde ich 1.000 Euro Strafe aufdrücken.

Michael Düsseldorf / Vor 15 Tage

@Adriano Gute Idee mit Haken: die Portemonnais wurden durch die Coronazeit dünner und die Waren und Angebote teurer. All-Inklusive ist kalkulierbar und gerade für Familien ein guter Grund. Das übrige Geld wird dann zwar nicht in unmittelbarer Gastronomie ausgegeben, dafür aber für zusätzliche Aktivitäten oder Einkäufe von denen die einheimischen Händler und Gastronomen ebenso verdienen können. Systemisches Denken :-)

Mario / Vor 15 Tage

Eine gute Einrichtung ist auch https://www.pandemar.org (wäre das nicht mal einen Bericht wert?).

Michel / Vor 15 Tage

Aber Adriano, da will sich doch nicht etwa einer beim frei laufenden Volk anstecken. In einem anderen Beitrag haben sie doch noch Einkassernierung gefordert, passt ja, immer sind die anderen schuld. Ich mache übrigens im Hotel nur mit Frühstück Urlaub, im Appartement ohne 🙋🏿‍♂️ und meine „Ausflüge“ erzeugen CO2.

Adriano / Vor 15 Tage

Mein Tipp All-Inclusive auf 50 % reduzieren . Vielleicht kommen dann die Leute wieder aus ihren Anlagen und geben ihr Geld beim Mallorquiner aus als alles dem Reiseveranstalter in den H.... zu stecken !!

Michael Düsseldorf / Vor 15 Tage

Verhungern ist auch sterben. Sogar jetzt weltweit umfangreicher durch die Maßnahmen gegen Corona.