Corona-Pandemie verdoppelt Armut auf Mallorca fast

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Die Schlangen vor Lebensmittelausgabestellen sind nach wie vor sehr lang (Archivfoto).

Die Schlangen vor Lebensmittelausgabestellen sind nach wie vor sehr lang (Archivfoto).

Foto: Ultima Hora

Die Corona-Pandemie hat die Armut auf Mallorca und auf den Nachbarinseln deutlich in die Höhe schnellen lassen. Das geht aus einem Bericht des europäischen Netzwerks EAPN-ES hervor. Diese Menschen haben demnach Probleme, mit dem Geld, das ihnen monatlich zur Verfügung steht, bis zum Monatsende zu kommen.

Von dieser Entwicklung sind auch weitere 14 der 17 Autonomieregionen betroffen. Nur Aragonien und Castilla-La Mancha bleiben außen vor.

Am Ende des Jahres 2020 galten in Spanien 3,3 Millionen Menschen, also 7 Prozent, als arm. Ende 2019 waren es nur 4,7 Prozent gewesen. Die Betroffenen können es sich unter anderem nicht leisten, jeden Monat ihre Miete zu bezahlen oder ihre vier Wände im Winter zu heizen. Den Angaben zufolge wurde dieses Armutslevel viel schneller als während der wirtschaftskrise 2008 erreicht.

Hier eine Auswahl der Initiativen, die auf Mallorca in Not geratenen Menschen helfen:

Associació Tardor: Diese Tafel organisiert warme Mahlzeiten und verteilt auch Lebensmittelpakete. Siehe auch die MM-Reportage Top-Köche auf Mallorca helfen Menschen in Not. Lebensmittelspenden in die Carrer de la Reina Constanza 10, Palma. Spendenkonto: Caixa Bank, ES07 0133 0149 6441 0000 2865. BIC: CAIXESBBXXX. Es gibt die Möglichkeit, über teaming.net 1 Euro pro Monat zu spenden.

Mallorca Sense Fam: Lebensmittel können am Dienstagnachmittag oder Mittwochmorgen in der Carrer Vinyet 9, Bajos in Palma abgegeben werden. Spendenkonto: Bankia: IBAN ES80 2038 9981 9760 0127 6596.

Hope Mallorca: Lebensmittelspenden montags, mittwochs und freitags von 9 bis 9.30 Uhr in der Carrer Bernat i Vidal Tomas 72 in Santanyí. Andere Termine über info@hope-mallorca.org. Spendenkonto: Hope Mallorca e.V., Banco Cajamar Santanyí, IBAN ES96 3058 4516 4327 2000 8258, BIC: CCRIES2AXXX, CIF: ES G01977115.

Lions Club Palma: Die Initiative des Lions Club „Comida para todos“ (Essen für alle) sammelt bereits seit zehn Jahren Lebensmittel aus den Lidl-Märkten auf Mallorca ein und befördert sie in einem Transporter zu den lokalen Hilfsorganisationen der Insel. Spendenkonto: Caixa, ES62 2100 4379 6302 0005 0026. BIC: CAIXESBBXXX.

Rotary Club de Calvià Charity: Spendenkonto: Banca March, IBAN ES06 0061 0178 5200 1993 0114.

Fundación Rafa Nadal: Der Tennisstar unterstützt die Lebensmittelbank. Spendenkonto: IBAN ES11 0081 7065 4400 0146 7748, BIC: BSABESBB.

European Accounting: Das Steuerberaterbüro unterstützt die „Associació Tardor" und die „Fundació Monti-Sion Solidària”. Siehe dazu auch den MM-Bericht „Ein Herz für Mallorca”: European Accounting organisiert 46.000-Euro-Spende. Spendenkonto: La Caixa, IBAN: ES04 2100 3793 6122 0038 9151, SWIFT: CAIXESBBXXX.

Kölsche Kraat hilft e.V: Der Verein von „Unter uns”-Star Ramon Ademes sammelt Lebensmittel und Babybedarf und transportiert sie nach Mallorca. Spendenkonto: Volksbank Bonn Rhein-Sieg, IBAN: DE52380601867011837012, BIC/SWIFT CODE: GENODED1BRS, BLZ: 380 601 86.

Barber Angels: Lebensmittelspenden montags 17 bis 20 Uhr, donnerstags 11 bis 13 Uhr, Passeig Maritim 40 A (Ice Rolls), Cala Bona oder bei Cut for Cut (deutscher Friseur), Av. Bon Temps 30 in Cala Millor. Spenden: PayPal-Konto: info@barberangels.es.

Santa Ponsa Food Bank: Lebensmittelspenden in der Calle de Hug de Mataplana 22 A, Spendenkonto: Santa Ponsa Community Church, IBAN : ES41 0049 5903 6927 9501 9755, BIC/SWIFT: BSCHESMM.

Helfen schmeckt gemeinsam besser: Ute Schoormann und Kathleen Thomas vom Personaldienstleister "K3 Services" unterstützen kleine Inselwinzer, indem sie deren Rebensaft nach Deutschland transportieren. Um nicht leer zurückzufahren, wird der Trip auf die Insel als Hilfstransport genutzt. Mehr Infos auf Facebook unter "Helfenschmecktgemeinsambesser" oder auf der Homepage www.helfenschmecktgemeinsambesser.de

Kommentar

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Hajo Hajo / Vor 1 Monat

Hieran kann man sehen wohin es führt, wenn die Arbeitsplätze wegbrechen. In diesem Falle war Corona schuld. Genau das passiert wenn sich das Geschwafel praktisch umsetzt, nur noch die bessere Gesellschaft auf die Insel zu locken. Dann ist Schluss mit Lustig, und zwar ganz anders als sich diese Dummköpfe vorstellen. Das gesamte Kleingewerbe wird als Erste in die die Grube fallen. und wer zahlt die sozialen Folgen? Etwa die neue Kientel??