Angespannte Situation am Flughafen von Palma. | Standbild aus Twitter / IB3

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Eine handfeste Auseinandersetzung zwischen regulären Taxifahrern und nicht-registrierten Dienstleistern hat am Freitagmittag auf Mallorca den Fahrdienst am Flughafen für zwei Stunden lahmgelegt. So war der Airport zwischen 12.15 und 14.14 Uhr ohne Taxidienst im Ankunftsbereich, weil die Taxifahrer aus Protest gegen die Anwesenheit von sogenannten "Piratentaxis", die Fahrgäste ohne Lizenz oder Genehmigung der Stadtverwaltung befördern, in Streik getreten waren.

Auslöser der Arbeitsniederlegung war eine Schlägerei zwischen zwei Beteiligten (siehe weiter unten das auf Twitter verbreitete Video). Die Flughafenbehörde Aena forderte zusätzliches Sicherheitspersonal an. Auch die Stadtverwaltung von Palma sowie das balearische Verkehrsministerium wurden informiert und gedrängt, Maßnahmen zu ergreifen. Der Airport riet zudem gelandeten Passagiere, alternative Verkehrsmittel wie den Stadtbus oder die Aerotib-Flughafenbusse zu nutzen, die die Inselgemeinden anfahren.

Das Grundproblem bestehe darin, dass Palmas Lokalpolizei den öffentlichen Verkehr in der Ankunftszone des Airports nicht ausreichend kontrolliere, kritisierte die spanische Tageszeitung Ultima Hora.

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Unterdessen wurde bekannt, dass die Stadtverwaltung beschlossen hat, die Polizeipräsenz während des gesamten verlängerten Wochenendes zu Allerheiligen zu verstärken. Das Verkehrsministerium teilte seinerseits mit, es führe regelmäßig Kontrollen durch, um die Praktiken des Eindringens von branchenfremden Dienstleistern zu verhindern und um entsprechende Sanktionen einzuleiten. Weiter hieß es: "Im Falle von Konfrontationen oder Aggressionen ist es Sache der Polizei, einzugreifen. Wir haben Inspektoren zum Flughafen geschickt, um die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen, immer in Zusammenarbeit mit der Polizei".

Palmas Verkehrsstadtrat verhandelte mit den Taxifahrern, um den Service wiederherzustellen, da Hunderte von Fahrgästen vergeblich auf Taxis warten mussten. Die Behördenvertreter versicherten den Taxifahrern, dass sie sich voll und ganz für die Beseitigung der Taxipiraterie einsetzen werden.

Sprecher der Taxizunft äußerten ihre Empörung über die ihrer Sicht nach passive Haltung von Rathaus und Regierung: "Wir können die Aktionen der Piraten nicht hinnehmen, denn diese haben keine Lizenz, um am Flughafen zu operieren. Daher bitten wir die Verwaltungen, in Stoßzeiten Polizeikräfte einzusetzen und so Konfrontationen zu vermeiden. Solche Bilder dürfen sich nicht wiederholen, aber dazu muss die Polizei präsent sein."