Schöne Ausflüge: Dieses Kloster kennt kaum jemand auf Mallorca

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Nur wenige Gehminuten von Palmas Industriegebiet Can Valero entfernt, unternimmt man eine geschichtliche Zeitreise – und findet nebenbei eine landschaftliche Ruheoase. Versteckt in einer kleinen Seitengasse in Palmas Vorstadtviertel Secar de la Real, zwischen der Landstraße nach Valldemossa und der nach Establiments, liegt eines der ältesten Kloster der Insel: „Santa María de la Real de Mallorca”, auch bekannt als Kloster „Sant Bernat de la Real”. Es ist das einzige Zisterzienserkloster auf den Balearen. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein. Durchquert man den historischen Torbogen, sieht man bereits nach wenigen Metern das pompöse Klostergebäude vor sich. Umgeben ist dieses von grünen Feldern und Wiesen, auf denen eine Schafsherde friedlich vor sich hin grast. In der Ferne erstreckt sich die gewaltige Bergkette des Tramuntana-Gebirges.

Der Überlieferung nach schlugen hier am 13. September 1229 die katalanischen Truppen des Eroberers Jaume I. ihre Zelte auf, um mit der Belagerung der Stadt zu beginnen. Das Lager wurde so lange aufrechterhalten, bis es ihnen schließlich am 31. Dezember 1229 gelang, in Madina Mayurqa (früherer Name von Palma) einzumarschieren. Das Kloster lag strategisch gut: nur drei Kilometer von den ehemaligen Stadtmauern Palmas entfernt. Zuvor gehörte das Grundstück einem muslimischen Gouverneur. Für die Gründung übergab Graf Nuño Sans sein Gut Alpich de Esporles sowie weitere Güter in Deià und Manacor dem Orden.

An der Wende des 13. zum 14. Jahrhundert lebte in dem Gemäuer der balearische Philosoph Ramon Llull. Hier schrieb er einige seiner Werke, wie zum Beispiel das Llibre d’Ave Maria (Ave-Maria- Buch). Das Kloster fiel schließlich 1835 der Klosteraufhebung unter der Regierung von Juan Álvarez Mendizábal zum Opfer. Es verfiel zunächst, wurde aber 1897 den Missionaren von den Heiligen Herzen überlassen. Diese restaurierten das Gebäude vollständig. Die Missionare richteten dort ihren Hauptsitz ein. Ihr Gründer Joaquim Rosselló (1833-1909) wohnte dort bis zu seinem Tod. Heutzutage befindet sich in dem Kloster eine Bibliothek.

Das Innere der Anlage ist nur zu bestimmten Uhrzeiten zugänglich: Mo - Fr von 10 bis 13 Uhr und von 16.30 bis 19 Uhr.

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