Die großen Schifffahrtslinien halten eine Reduzierung der Kreuzfahrtschiffe in Palma dieses Jahr für nicht machbar. | Teresa Ayuga

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Wie viele Kreuzfahrtschiffe sollen dieses Jahr im Hafen von Palma anlegen können? Darum geht es am morgigen Montag bei eine Treffen von Vertretern des Internationalen Verbands der Kreuzfahrtlinien (CLIA), der Balearenregierung und der spanischen Hafenbehörde auf den Balearen.

Im vergangenen Dezember hatte der Govern Balear in Hamburg mit führenden Kreuzfahrtlinien vereinbart, dass dieses Jahr pro Tag nur ein Mega-Kreuzer mit mehr als 5000 Passagieren und zwei weitere kleinere Schiffe in Palmas Hafen festmachen können.

Aus Sicht der Reedereien und Schifffahrtsagenturen ist dies jedoch nicht umsetzbar. Sie argumentieren, dass die für dieses Jahr geplanten Stopps in Palma bereits vermarktet würden, da viele Reedereien sie in ihre Buchungssysteme eingegeben haben.

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Aus diesem Grund plädieren sie dafür, dass 2022 bei entsprechender Kontrolle die zuvor vorgesehenen 496 Kreuzfahrtschiffe in Palma festmachen dürfen. Die in Hamburg vereinbarte Regelung solle dann ab Januar 2023 in Kraft treten.

Diese Vereinbarung wurde ohne die Zustimmung der spanischen Hafenbehörde getroffen, die für die Häfen von öffentlichem Interesse auf den Balearen zuständig ist. Dazu gehört auch die Landestelle in Palma. Nur sie kann das Anlegen von Schiffen in diesen Häfen verweigern. Bis heute hat sich allerdings trotz mehrerer Bitten kein Sprecher der Behörde zu dieser Angelegenheit geäußert.

Laut dem Spanien-Direktor der CLIA, Alfredo Serrano, trägt die Kreuzfahrt erheblich zur Wirtschaft der Balearen bei. Die Branche erwirtschafte hier mehr als 500 Millionen Euro und unterstütze rund 4.000 Arbeitsplätze.