Der Mirador von Lluís Fuster wechselt jeden Monat sein Aussehen. | Lluís Fuster

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Der Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann hat mit seinem Buch „Der Struwwelpeter“ Generationen von Kindern davor gewarnt, ein Hanns Guck-in-die-Luft zu sein. Im Carrer Set Cantons, mitten in Palmas Altstadt, ist dies dagegen dringend zu empfehlen.

Im ersten Stock des Hauses Nummer 6 befindet sich „El Mirador“. Dieses einzigartige Schaufenster der Kunst befindet sich im Atelier von Lluís Fuster. Der Mallorquiner, der selbst auf eine über 40-jährige Laufbahn zurückblickt, stellt es seit acht Jahren jeden Monat einem anderen Kollegen zur freien Gestaltung zur Verfügung.

Bis heute haben den verglasten Balkon mehr als 90 Künstler genutzt, darunter so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Diego Ingold, Joan Aguiló, Esther Olondriz und Esther Ferrer.

Diesen Januar hat Jorge Ramone Hand angelegt, ein Wahlmallorquiner aus Guadalajara, der sich einmal scherzhaft als "Sonntagsmaler" und "Pseudopunk" bezeichnet hat. Womit zum Ausdruck gebracht ist, dass er sich am Rande der etablierten Kunstszene bewegt.

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Und das ist durchaus im Sinne des Hausherrn Fuster. Ihm ist es wichtig, dass „El Mirador“ kein elitäres Projekt ist und allen Disziplinen offensteht.