Der Begriff „Slow-Fashion” wird in der Modewelt immer populärer. Wie bei der Marke Umana stehen nachhaltige Herstellung und faire Arbeitsbedingungen im Vordergrund.Fotos: Patricia Lozano

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Eigentlich läuft man auf Mallorca am liebsten bei sommerlichen Temperaturen in Flip-Flops oder den typisch mallorquinischen Espadrilles herum. Dabei hat die Insel schuhtechnisch so einiges zu bieten. Ein Eldorado für Schuhliebhaber sind die Avinguda de Jaume III, der Passeig des Born sowie die sich anschließenden Schuhgeschäfte direkt im Zentrum. Bekannte sowie weniger bekannte Marken locken mit einer sehr breiten Auswahl und einer großen Vielfalt an Schuh-Modellen und Mode-Accessoires. Von teuer bis günstig ist alles zu haben. Auch zu moderaten Preisen kauft die Kundschaft qualitativ hochwertige Sandalen, Espadrilles, Pumps, Ballerinas, Stiefel, Stiefeletten, Sneakers.

Seit einiger Zeit spielt in der Modewelt Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle – und das ist auch auf Mallorca spürbar. Zu den Pionieren auf der Insel zählt unter anderem die Marke Yuccs, die vor kurzem auf der Avinguda de Jaume III ihre erste Filiale eröffnete. Alle Schuhe werden aus nachhaltiger Merinowolle und Bambus sowie die Sohle aus Zuckerrohr hergestellt. Zudem stehen Modelle zum Verkauf, die aus wasserabweisendem Material produziert worden sind. Die Schuhe kosten zwischen 95 und 115 Euro. Auch der Schuhladen Umana, nur wenige Meter weiter auf der Avinguda, ist auf nachhaltige Mode spezialisiert. Alle Modelle sind ausschließlich vegan, aus Naturfasern wie Jute, organischer Baumwolle oder recyceltem Kunststoff verarbeitet und zählen zum sogenannten Slow-Fashion-Trend. Hierbei stehen vor allem Nachhaltigkeit, Transparenz und faire Arbeitsbedingungen im Vordergrund.

Klassischer und extravaganter geht es im Carrer Unió etwa in dem Lederschuhgeschäft Carmina Shoemaker zu. Der Laden hat auf der Insel eine lange Tradition. 1866 eröffnete Matías Pujadas eine kleine Werkstatt in Inca und begann mit der Herstellung von maßgeschneiderten Schuhen. Somit startete Pujadas eine Familientradition von Schuhmachern, die heute bereits in der sechsten Generation fortbesteht. In den vergangenen Jahren expandierte das Unternehmen weltweit. So wurden unter anderem Filialen in Madrid, Barcelona, Paris, New York und Dubai eröffnet. Je nach Kundenwunsch und Maßanfertigung sind die Schuhe ab etwa 250 bis zu 3600 Euro erhältlich.

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Auch an der Plaça Major werden Schuhliebhaber und Fashion-Fans fündig. Gegenüber des bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebten Cafés Arabay befindet sich der Schuhladen Goldmarie. Die deutsche Schuhmarke wurde vor etwa 15 Jahren gegründet, seit rund zweieinhalb Jahren gibt es neben der Zentrale in Berlin nun einen kleinen Laden in der Inselhauptstadt. „Unsere Eigenmarke Goldmarie besteht aus qualitativ hochwertigem Material und wird in Portugal hergestellt”, erklärt die Verkäuferin. Mittlerweile kooperiert die deutsche Marke auch mit spanischen Unternehmen wie „Wonders”. Die Auswahl ist groß: Von eleganten Sandaletten bis zu Stiefeln im sogenannten „Reiterlook” findet der Kunde die verschiedensten Ausführungen für jeden Geschmack. Die Schuhe kosten je nach Modell zwischen 60 und 100 Euro.

Wer es lieber leger und kreativ mag, der kommt in dem Schuhladen Koko Art in der Einkaufsstraße Carrer del Sindicat auf seine Kosten. Dort werden gebrauchte oder neu erworbene Turnschuhe kreativ mit Textilfarbe bearbeitet. Je nach Aufwand kostet die individuelle Verzierung zirka zehn Euro, die Schuhe müssen zusätzlich bezahlt werden. Es können dort aber auch bereits ausgestellte Modelle käuflich erworben werden.

Nur wenige Meter weiter befindet sich die kleine Boutique Blanc Mari, die besonders in der Hauptsaison zahlreiche Touristen anlockt. Der Laden existiert bereits seit 1934 in der belebten Einkaufsstraße. Neben traditionellen, mallorquinischen Espadrilles, die vor allem im Sommer ein Verkaufsschlager sind, gibt es eine große Auswahl an kreativ bestickten Hausschuhen.

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