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Eine trunkene Nacht in einem Bordell auf Mallorca ist zwei jungen Schweden teuer zu stehen gekommen. Ein Gericht in Palma verurteilte die beiden Männer zu je drei Jahren Gefängnis, weil sie im November 2019 einen Nachtclub in Brand gesetzt und hohen Sachschaden angerichtet hatten. Die Verurteilten müssen zudem als Entschädigung rund 27.000 Euro zahlen.

Die beiden Männer hatten reichlich Alkohol konsumiert, als der Wirt sie gegen ihren Willen in den frühen Morgenstunden gegen 5.30 Uhr vor die Tür setzte und den Betrieb schloss. Kurz darauf brachen die beiden Schweden in das Lokal ein, entwendeten ein Telefon, ein Computer Tablet, eine Musikanlage und diverse Flaschen alkoholischer Getränke. Zum Abschluss legten sie im Inneren des Etablissements Feuer.

Vor Gericht stritten die Männer ab, auf den Videoaufzeichnungen erkennbar zu sein. Doch Zeugen, unter ihnen eine Passantin und ein Obdachloser, sagten aus, die Männer bei ihrem Treiben gesehen zu haben. Später räumte einer der Angeklagten ein, aus Rache gehandelt zu haben, weil die in dem Lokal beschäftigten Frauen ihn und seinen Freund bestohlen hätten.

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Die Richterin berücksichtigte den mildernden Umstand der Trunkenheit. Die Verurteilten zahlen mit der Entschädigung auch die Miete des Lokals. Es hatte nach dem Brand drei Monate lang geschlossen bleiben müssen.

Die Aufnahme zeigt einen der Angeklagten im Gerichtssaal.
Die Aufnahme zeigt einen der Angeklagten im Gerichtssaal.