Ein Leuchtturm, das Meer und 73 Hektar wilde Küste. Als Hans-Peter Porsche, Enkel des deutschen Sportwagen-Königs Ferdinand Porsche, Anfang der 1990er Jahre den einstigen Gutshof Alcanada am Nordkap von Alcúdia kaufte, hätte sich niemand vorstellen können, dass hier jemals einer der schönsten Golfplätze Europas entstehen würde. Dennoch: 2003 wurde die seitdem international zigfach prämierte Anlage eröffnet.

Der „Porsche”-Platz hat 18 Bahnen mit einer Gesamtlänge von mehr als 6400 Metern, die übrigens das Meisterwerk von Robert Trent Senior sowie seinem gleichnamigen Sohn sind. Die beiden englischen Golfplatz-Architekten zeichneten im Auftrag von Porsche den 72-Par-Course in eine urwüchsige mallorquinische Landschaft aus Pinienwäldern, Oliven- und Johannesbrotbäumen. Dabei entstanden zwei Besonderheiten: Zum einen blickt man von nahezu allen Abschlägen aufs Meer. Andererseits ist Golf Alcanada der einzige Golfplatz ohne ein einziges wasserführendes Wasserhindernis.

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Schwierig geht es auf den langen Fairways dennoch zu. Neben den 58 auf der Anlage verteilten Bunkern, müssen zahlreiche Schluchten und Gräben überwunden werden, um die oft welligen und schnellen Greens in Angriff zu nehmen. Longhitter dürften in Alcanada auf ihre Kosten kommen, wer allerdings zu brachial mit Holz und Driver umgeht, wird unerbittlich bestraft.

Zu den herausragenden Löchern zählen vor allem die Back Nine mit Ausblicken über das kleine vorgelagerte Inselchen und den dazugehörigen Leuchtturm von Alcanada, das Wahrzeichen des Golfclubs. Bei Loch Nummer 13, einem kurzen Par-5 mit Dogleg links, vergessen so manche Spieler das Holz überhaupt zu zücken, so romantisch ist die Aussicht auf die scheinbar zum Greifen nahe Küste.

Service-Einrichtungen, Clubhaus und Restaurant spiegeln den hohen Qualitätsanspruch der gesamten Anlage wider, alles wirkt ordentlich und harmonisch, perfekt eingebettet zwischen Meerblau und Fairway-Grün.