Der beschuldigte Polizist, zusammen mit seinem Anwalt, David Salvà, am Freitag auf der Polizeiwache von Palma. | Alejandro Sepúlveda

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Der Fahrer des Polizeiautos, der in der vergangenen Woche auf Mallorca den tödlichen Unfall am Paseo Sagrera in Palma verursacht hatte und nun des fahrlässigen Totschlags beschuldigt wird, hat gegenüber den Ermittlern erklärt: „Ich habe mit aller Kraft gebremst, aber es ging alles sehr schnell.“

Der Lokalpolizist muss sich vor der Guardia Civil verantworten, die die Ermittlungen übernommen hat. Bei dem Unfall, dessen Ursache nach wie vor unklar ist, starb ein 36-jähriger Italiener. Der Kellner hatte sich mit zwei Arbeitskollegen nach Feierabend auf dem Heimweg befunden. Seine beiden Begleiter wurden bei dem Vorfall schwer verletzt.

Der Fahrer des Polizeifahrzeugs sagte in Begleitung seines Anwalts aus, dass er mit höherer Geschwindigkeit als erlaubt und mit Blaulicht auf dem Paseo Sagrera in Richtung Plaça Drassana zu einem Einsatz unterwegs gewesen sei. Er und seine Kollegin waren zuvor darüber verständigt worden, dass ein Autofahrer seine Begleiterin während der Fahrt aus dem Wagen geworfen haben sollte (Dem Vorfall war angeblich ein großer Streit auf der Straße vorausgegangen).

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Auf Höhe des Platzes war die Fahrbahn aufgrund einer Sprinkleranlage nass gewesen. Aus diesem Grund habe er gebremst, dabei sei das Fahrzeug ins Schleudern geraten und nicht mehr lenkbar gewesen. Der beschuldigte Beamte sagte zudem aus, dass das linke Vorderrad "Probleme" aufgewiesen habe.

Auf die Frage, wann er die Gefahrenlage erkannte habe, sagte der Fahrer den Ermittlern, „als das Fahrzeug ins Rutschen geriet“. Er habe sich nach dem Aufprall unverzüglich abgeschnallt und sei ausgestiegen, um nach den Menschen zu sehen, die von dem Fahrzeug erfasst worden waren.

Palmas Bürgermeister José Hila wollte zu dem mutmaßlich defekten Vorderrad keine Stellungnahme abgeben. Befragt von Journalisten am Rande einer Pressekonferenz sagte er, zu diesem Punkt über keinerlei Informationen zu verfügen. Er appellierte dazu, die Ermittler ihre Arbeit machen zu lassen, bis der tragische Vorfall in allen Details geklärt sei.