Der Schwerverletzte war mit einem Hubschrauber des Seenotrettungsdienstes nach Palma transportiert worden. | Alejandro Sepúlveda

Neue Einzelheiten zu dem mysteriösen Schiffsunfall, bei dem am Freitag ein 42 Jahre alter Russe auf offener See südlich vor Mallorca so schwer verunglückte, dass er später im Krankenhaus in Palma starb. Wie die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora unter Berufung auf Polizeiquellen berichtet, hatten die fünf Männer an Bord einer Segelyacht etwa 241 Seemeilen südlich von Palma und angeblich gegen 6.40 Uhr morgens an Bord ein Feuer entzündet, um ihre Drogenfracht zu verbrennen und Spuren zu beseitigen.

Die Besatzungsmitglieder hatten erfahren, dass die spanische Guardia Civil die Segelyacht mit einem Schnellboot aus der Ferne beobachtete. Darum wollten die Drogenhändler die illegalen Substanzen loswerden, aber das Feuer geriet außer Kontrolle und erfasste einen der Männer, offenbar weil der Kraftstoffbehälter explodierte.

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Dabei erlitt der 42-jährige Russe am ganzen Körper schwerste Verbrennungen. Ein weiterer Mann wurde leicht verletzt. Die Besatzung sprang ins Wasser und wurde anschließend festgenommen. Die Polizei ließe den Schwerverletzten daraufhin von einem Hubschrauber des Seenotrettungsdienstes nach Palma fliegen. Dort wurde er per Krankenwagen in die Klinik Son Espases gebracht.

Da der Mann zwischen Leben und Tod schwebte, beschloss man, ihn in das Krankenhaus Vall d'Hebrón nach Barcelona zu verlegen, das über eine Spezialabteilung für Verbrennungen verfügt. Der Gesundheitszustand des 42-Jährigen verschlechterte sich jedoch zunehmend, sodass ein Transport im Ambulanzflugzeug von den Ärzten verworfen wurde.

Der Russe erlag gegen 14 Uhr seinen Verletzungen. Daraufhin wurde der Tote zur Gerichtsmedizin Institut gebracht, um die vorgeschriebene Autopsie durchzuführen. Anschließend sollte der Leichnam möglicherweise an einen von Familienangehörigen gewählten Ort überführt werden.