Die Guardia Civil kontrolliert derzeit verschärft die Ernte der Hülsenfrucht. | Alejandro Sepúlveda

Die Guardia Civil hat in den vergangenen Tagen insgesamt fünf Personen auf der Insel verhaftet, die unter Verdacht stehen, das auf der Insel derzeit in Ernte stehende Johannisbrot, auf Spanisch algarroba genannt, gestohlen zu haben. Alle Verdächtigen wurden in flagranti von der Polizei dabei erwischt.

Im ersten Fall, in Calvià, erfolgte die Festnahme nach einem Anruf des Finca-Besitzers. Die Polizei fuhr zu dem Ort und entdeckte drei Männer, die 200 Kilo Johannisbrot in Säcken gesammelt hatten, um sie in ein Fahrzeug zu laden. Der Besitzer der Finca behauptete zudem, dass ihm einige Tage zuvor weitere 800 Kilo gestohlen worden seien und dass dasselbe Fahrzeug von mehreren Zeugen in der Nähe seiner Farm gesehen worden war.

Am Samstag wurde zudem im Gemeindegebiet von Llucmajor von einer Patrouille der Lokalpolizei verhaftet, die auf einem Grundstück gerade dabei waren, Johannisbrot zu ernten. Nachdem die Beamten die Personalien der beiden überprüft hatten, riefen sie beim Finca-Besitzer an. Der erklärte, dass er keinem von beiden die Erlaubnis gegeben hätte, auf seinem Anwesen Johannisbrot zu ernten.

Derzeit häufen sich die Fälle von Johannisbrot-Diebstählen auf der Insel. Grund dafür ist der außergewöhnliche hohe Preis der derzeit dafür bezahlt wird. Aufgrund der hohen Nachfrage der Hülsenfrucht und seiner steigender Nutzung als Zutat für gastronomische Speisen liegt der Preis für ein Kilo Johannisbrot derzeit bei knapp drei Euro.