Corona lässt Angebot von Ferienwohnungen auf dem Land steigen

| Palma, Mallorca |

Eine Protest-Parole gegen die Vermietung von touristischen Ferienwohnungen in Palma zeigt dieses Foto aus der Vor-Corona-Zeit: Im September dieses Jahres hatte ein Urteil das Mietverbot aufgehoben, vorerst ohne Wirkung.

Foto: Patricia Lozano

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass es ein größeres Angebot von Ferienwohnungen auf Mallorca auf dem Land als in der Stadt gibt. Das ist das Ergebnis des dritten Forums der Steuerkanzlei "Illeslex Abogados", das am Dienstag in Palma in einem Luxushotel stattfand.

Wie der Präsident des spanischen Verbandes der Ferienwohnungen Fevitur, Tolo Gomila, sagte, hätten sich die Wohnungen in Stadtzentren reduziert. Grund sei, dass Urlauber, Menschenansammlungen aus dem Weg gehen wollten.

Ein weiteres Gesprächsthema des Forums war, dass das balearische Oberlandesgericht im September das Verbot der Stadt Palma gekippt hatte, Wohnungen in Mehrfamilienhäusern an Urlauber zu vermieten. Das Urteil bezeichnete die seit 2018 in der Inselhauptstadt geltende Verordnung als „unverhältnismäßig und unnötig“. Das Verbot verstoße gegen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Privateigentum und sei zu rigide, um die vom Rathaus angestrebten Ziele zu erreichen.

Tolo Gomila, der Hauptredner des Forums, hofft auf eine juristische Niederlage der Stadt Palma bei der von ihr beantragten Revision. „Es geht um wirtschaftliche Aktivität und darum, die private Ferienvermietung in Palma neu zu gestalten.” Doch bis rechtlich alles geklärt sei, könnten noch Jahre vergehen.

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