Der Terminal 6 des Bremen-Airports, wo Ryanair-Maschinen andocken. | Flughafen Bremen

Wenige Tage nach dem großen Streik von Flugbegleitern und Piloten hat die auch Mallorca anfliegende irische Billigfluglinie eine rabiate Ankündigung gemacht. Der Standort Bremen mit zwei Jets werde am 5. November geschlossen, so Ryanair. Einige Flug-Verbindungen blieben aber erhalten und würden mit im Ausland stationierten Flugzeugen bedient. Zudem würden auf dem Flugplatz Weeze bei Düsseldorf nur noch drei statt fünf Jets stationiert.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit verurteilte dieses Vorgehen in einer Pressemitteilung scharf: „Die Drohung von Ryanair kann nur als Reaktion auf den Streik gewertet werden“, so Markus Wahl, Vizepräsident der Vereinigung Cockpit. „Das Verhalten der Ryanair ist nicht akzeptabel und dient erkennbar dazu, die Piloten unter Druck zu setzen. Anstatt konstruktiv zu verhandeln, werden die Mitarbeiter mit Standortschließungen und damit Versetzung und Kündigung bedroht.“

In einem früheren Schreiben an alle Piloten hatte Ryanair bereits mit der Schließung einzelner Stationen im Falle von weiteren Streiks gedroht. Mitarbeiter der Fluglinie waren zuletzt am 28. September in den Ausstand getreten.