Geringer Bestand und hohe Nachfrage: Auf den Balearen liegen die Immobilienwerte derzeit wieder auf ähnlichem Niveau wie zu Vorkrisenzeiten 2007. | Archiv

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Auf Mallorca und den Balearen liegt der Preis für Wohnraum auf ähnlichem Niveau wie 2007, also den Boom-Zeiten vor der Wirtschaftskrise. Nach aktuellen Zahlen des Nationalen Statistikinstituts (INE) liegt der Durchschnittspreis für Wohnraum auf den Balearen um nur etwa fünf Prozent unter dem in 2007, als er seinen Höchstwert erreichte.

Vergleichsweise ist in ganz Spanien der Kauf eines Hauses heute 16 Prozent günstiger als vor zwölf Jahren, in manchen Regionen wie Aragón im Nordosten Spaniens sogar 34 Prozent günstiger.

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Sank der Preis für Wohnraum auf den Balearen Anfang 2008 noch, kam die Kehrtwende 2014. Seitdem sind Wohnungen und Häuser wieder um bis zu 40 Prozent teurer. Grund dafür ist unter anderen, dass der Immobilienbestand auf den Inseln viel schneller sank als im Rest Spaniens. Darüber hinaus gab es in den letzten Jahren eine große Nachfrage nach neuen und gebrauchten Wohnungen, was zu einem spektakulären Preisanstieg geführt hat.

Experten erwarteten eine Stabilisierung der Preise gegen Ende des aktuellen Jahres. Im dritten Quartal 2019 führten die Balearen allerdings noch immer die Liste der gestiegenen Wohnungspreise in Spanien insgesamt an. In keiner anderen Region Spaniens stieg der Preis bei Bestandswohnungen (sechs Prozent) und Neubauwohnungen (achteinhalb Prozent) so stark wie hier.