Bereits 1956 wurde das Traditionsgeschäft "Percay" in der Carrer de la Constitució eröffnet. | Pere Bota/ Jaume Morey

Das "Percay" im Carrer Constitució in der Altstadt Palmas will am 15. Januar 2023 seine Pforten schließen. Nach 66 Jahren macht damit ein weiterer Laden zu, der zu Palmas alteingesessenen Traditionsgeschäften gehört.

Dem klassischen Stil treu geblieben: Das "Percay" charakterisierte sich dadurch, dass es in erster Linie Produkte aus Spanien und Italien zum Verkauf bot.

Wie die spanischsprachige MM-Schwesterzeitung "Última" Hora berichtet, sei das Haus nun im Besitz österreichischer Investoren, die hier angeblich ein Hotel eröffnen wollen. Das Geschäft war 1956 von Pep Pinya eröffnet worden, der zu dem Zeitpunkt 22 Jahre alt war und einen zweijährigen Aufenthalt in Paris und London hinter sich hatte und daher mit der internationalen Mode vertraut war. Er sagte: "Eigentlich wollte ich früher Arzt werden. Doch nach dem Kontakt mit der Mode-Szene träumte ich davon, in dieser Welt zu arbeiten."

Isabel Izquierdo ist die jetzige Eigentümerin des "Percay".

Darüber hinaus betätigte sich Pinya als Galerist – zunächst als Hobby, indem er die "Galerie Pelaires" gründete. 1989 übernahm seine Frau Isabel Izquierdo das Geschäft "Percay" und führte es weiter. Die Inhaber des "Percay" legten Wert darauf, dass die Produkte in Spanien hergestellt werden. "Wir verkaufen Tücher, Schals, Modeschmuck, Gürtel, Taschen und auch einige Schuhe.... Es war eine harte Arbeit, und es gab Jahre, in denen das Percay der Galerie half, und wiederum andere, in denen die Galerie umgekehrt dem Percay geholfen hat", sagte Izquierdo.

Die neuen Eigentümer der Immobilie sollen den Ladenbesitzern nicht mehr die Möglichkeit eingeräumt haben, das Geschäft weiterzubetreiben. Izquierdo erklärte, dass sie sich zudem aufgrund ihres Alters von 77 Jahren nicht mehr in der Lage fühle, nach neuen Räumlichkeiten zu suchen und daher in den Ruhestand gehen würde.