Im vorliegenden Fall hatte ein Mallorca-Urlauber 192 Euro für eine zusätzliche Versicherung gezahlt.

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Zu den häufigsten Klagen von Urlaubern gehören auf Mallorca seit Jahren die über Mietwagenfirmen. Ob kunden-unfreundliche Tankregelungen, schlechter Service oder aufgenötigte Zusatzversicherungen - die Liste der Beschwerdegründe ist lang. Das stellt auch das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) fest.

"Nach den Sommerferien häufen sich bei uns die Beschwerden von Verbrauchern, die im Ausland ein Auto gemietet hatten", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. In einem Beispielfall geht es um einen Mallorca-Urlauber, der am Flughafen in Palma eine Zusatzversicherung "aufgedrängt" bekam. 192 Euro habe er bezahlen müssen, um das Auto ausgehändigt zu bekommen. "Dabei hatte der Kunde schon online eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen", so das EVZ. Da er nicht auf den Wagen verzichten wollte, habe er notgedrungen gezahlt.

Das EVZ rät Verbrauchern jedoch, sich von den Firmen nicht alles gefallen zu lassen. "Wenn Sie unter Druck zahlen, vermerken Sie dies auf dem Vertrag mit dem Zusatz ,Zahlung nur unter Vorbehalt'." So erhöhe sich die Chance, das Geld später doch noch zurückzubekommen. Spanien-Urlauber weist das EVZ auch noch auf die Beschwerdeformulare hin, die jedes Unternehmen auf Verlangen vorlegen muss. "Oft reicht es schon aus, die ,hoja de reclamación' zu verlangen, um zu seinem Recht zu kommen."

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