pueblo de llubi cafe con leche bar s'aturada

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Wenn die Stadt Rom auf sieben Hügeln errichtet wurde, dann waren für das Dorf Llubí lediglich zwei Hügel vorgesehen. Auf dem einen thronen die Kirche und das Rathaus, auf dem anderen gibt es lediglich Wohnhäuser und Windmühlen. Dafür hat er einen eigenen Namen: Son Ramis. Früher lagen mit dem Tal und der Durchgangstraße Welten zwischen den beiden Dorfhälften. Sehr alte Einwohner (aus Son Ramis) sagen heute noch, sie gingen nach Llubí, wenn sie die Straßenseite wechseln.

Das Dorf liegt versteckt im Bermuda-Dreieck von Inca, Sineu und Muro. Es wird höchstens durchfahren, wenn jemand nach Santa Margalida unterwegs ist.

Für Xisco, einem Palmesaner, ist Llubí dennoch der schönste Ort auf der Insel. Vor 20 Jahren kaufte er sich dort ein altes Dorfhaus, in dem er die Wochenenden verbringt. „Was mir an Llubí gefällt, ist die Ruhe. Im Sommer sitzen die Einwohner abends vor ihren Häusern. Jeder kennt jeden, man begrüßt sich, wenn man sich begegnet. Kein Vergleich zu Palma.”

Doch auch in Llubí ist nicht mehr alles so wie früher. 1949 begann Jordi Alomar, Tiermutationen zu sammeln. Es stellte die präparierten Missgeburten - achtäugige Katzen, dreibeinige Hühner, zweiköpfige Lämmer - in seiner Bar Central aus. Heute ist das obskure Natur-Kabinett nicht mehr zu sehen, aber viele erinnern sich noch daran.

Eine andere Spezialität Llubís ist die Kapernproduktion, auch wenn der Agrarzweig nichtmehr viel einbringt. Ein Pa amb Oli mit Kapern schmeckt lecker, erst recht, wenn man es in Llubí isst.