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Quallen gehören zu Mallorca wie das Meer, der Strand, die Sonne. Dennoch sind die Glibbertiere noch immer wenig erforscht und es gibt reichlich Fehlinformationen. Wie etwa die, dass Quallen nur im Sommer vorkommen.

Grundsätzlich kommt jede Quallenart zu einer anderen Jahreszeit vermehrt vor. Entscheidend sind Biologen zufolge die unterschiedlichen Lebenszyklen der Nesseltiere.

Welche Quallenart in den Gewässern von Mallorca häufig anzutreffen ist, und wie gefährlich sie sind, lesen Sie im Bildtext der einzelnen Aufnahmen.

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Falls Sie eine schmerzhafte Berührung mit einer Feuerqualle erleiden:

Bloß kein Süßwasser auf die Wunde!

Sowohl in Galicien als auch in Andalusien mussten in diesem Frühjahr bereits jeweils mehrere Strände geschlossen werden. Der Grund: Unzählige Exemplare der Portugiesischen Galeere waren an Land gespült worden. Die Berührung mit einer Qualle dieser Art kann heftige Schmerzen verursachen. Lebensgefährlich aber sind auch diese Quallen nur für Allergiker, Kleinkinder oder Herzkranke, sagt Diana Alonso, Biologin im Palma Aquarium. „Es kommt auch vor, dass jemand einen Schock erleidet und ertrinkt.“

Alonso empfiehlt, im Falle einer Berührung mit einer Qualle, das Wasser zu verlassen und die betroffene Stelle mit Salzwasser abzuwaschen, keinesfalls mit Süßwasser. Dieses verschlimmert noch die Reaktion. Am besten mit einer Pinzette sollte man mögliche Reste der Tentakeln entfernen, in denen das Gift der Quallen enthalten ist. Vom Reiben mit Sand oder anderen Gegenständen raten Experten dagegen ab. Dies könne dazu führen, dass man das Gift nur noch tiefer in die Wunde reibt.

Für Linderung kann das Kühlen mit Eis sorgen. Allerdings sollte dieses in Plastik eingewickelt sein, damit die fragliche Stelle nicht in Kontakt mit Süßwasser kommt. Bei Schwindelgefühl, Übelkeit oder starken Schmerzen sollte man einen Arzt aufsuchen. Manchmal klingen Schmerzen und Juckreiz rasch ab, sie können aber auch nach einigen Tagen wiederkehren.